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Welt-Nichtrauchertag

Welt-Nichtrauchertag 2002

Ja zum Sport heißt Nein zum Tabak!

Deutsche Krebshilfe zum Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai

Bonn / Leipzig (jft) – Viele Menschen in der Welt fiebern dem 31. Mai 2002 entgegen: Mit dem   Anpfiff zum ersten Spiel in Seoul beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft. Gleichzeitig begeht die WHO den Welt-Nichtrauchertag. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto „Ja zum Sport heißt Nein zum Tabak“. Die Deutsche Krebshilfe und die KOALITION GEGEN DAS RAUCHEN rufen zum Nichtrauchen auf und fordern von der Bundesregierung ein entschiedenes Vorgehen gegen die tödliche Volkssucht Rauchen.

„Wenn ich ein Raucher wäre, hätte ich niemals eine Goldmedaille in Salt Lake City bekommen“, sagte Carsten Embach, Gewinner im Viererbob bei den Olympischen Winterspielen 2002, im Rahmen der Pressekonferenz zum Welt-Nichtrauchertag in Leipzig. „Jeder Sportler weiß, dass Rauchen der Gesundheit schadet. Ich kann jedem – ob Sportler oder nicht – nur raten, auf die Qualmerei zu verzichten. Deswegen finde ich es gut, dass sich der diesjährige Welt-Nichtrauchertag mit dem Sport beschäftigt.“

Gerade im Sport wird bereits eine Menge gegen die schädliche Wirkung des Rauchens unternommen. Seit 1986 sind Tabakkonzerne als kommerzielle Partner von den Fußball-Weltmeisterschaften und anderen FIFA-Veranstaltungen ausgeschlossen. Seit 1996 beteiligt sich die FIFA am internationalen Projekt „SmokeFree Soccer“, um Kinder und Jugendliche im Rahmen eines Lernprogramms über die gesundheitsschädlichen Folgen des Rauchens auf die sportliche Leistungsfähigkeit zu informieren. Auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) setzt sich im Kampf gegen das Rauchen ein. Es hat das Olympische Dorf zur rauchfreien Zone erklärt. In Deutschland sind viele Sportler und ihre Verbände ebenfalls gegen das Rauchen aktiv und begrüßen das „sportliche Motto“ des Welt-Nichtrauchertages.

Trotz dieser Aktivitäten sind die Zahlen, die gerade auch aus den Schulen gemeldet werden, erschreckend: Je nach Altersgruppe liegen die Raucherquoten bei Kindern und Jugendlichen zwischen 30 und 80 Prozent. Dabei fällt auf, dass immer mehr Mädchen rauchen. Kombiniert mit Bewegungsmangel und einer falschen oder unausgewogenen Ernährung leben diese jungen Menschen bereits im frühen Lebensalter mit einer Zeitbombe, die ihre Wucht Jahre später in Form von schweren und tödlichen Krankheiten offenbart. „Viel zu oft wird unterschätzt, dass in jungen Jahren schon der Grundstein für eine lebenslange Raucherkarriere gelegt wird“, betonte Frau Professor Dr.-Ing. habil. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe.

Die Folgen des Rauchens sind verheerend: Das Inhalieren von Tabakrauch ist ursächlich verantwortlich für 80 bis 90 Prozent der chronischen Atemwegserkrankungen, für 80 bis 85 Prozent aller Lungentumoren und für 25 bis 45 Prozent aller koronaren Herzerkrankungen. In der Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen rauchen in Deutschland rund 18 Millionen Menschen. 100.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an den Auswirkungen des Tabakkonsums – das sind 300 Personen pro Tag.

Die Deutsche Krebshilfe fordert von der Bundesregierung endlich ein entschiedenes Vorgehen gegen die tödliche Volkssucht Rauchen. Denn während sich Länder wie Norwegen, Finnland oder Frankreich massiv dafür einsetzen, ihre Bürger vor den Schäden des Rauchens zu bewahren, isoliert sich Deutschland mit seiner Industrie-freundlichen Tabakpolitik zunehmend. Die Deutsche Krebshilfe fordert ein umfassendes Tabakwerbeverbot in Deutschland sowie ein Abgabeverbot von Tabakwaren an Kinder und Jugendliche.

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Die KOALITION GEGEN DAS RAUCHEN

1992 wurde die KOALITION GEGEN DAS RAUCHEN als Aktionsbündnis und Interessensgemeinschaft gebildet. Dem Steuerungsgremium der KOALITION gehören an: Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit, Bundesärztekammer, Bundesvereinigung für Gesundheit, Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren, Deutsche Herzstiftung, Deutsches Krebsforschungszentrum, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, Deutsche Lungenstiftung.

Postkarte und Plakat können kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe bestellt werden. Sie sind auch als PDF-Datei erhältlich.

Bonn, 27. Mai 2002

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