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Welt-Nichtrauchertag

Welt-Nichtrauchertag 2005

WHO KOLLABORATIONSZENTRUM FÜR TABAKKONTROLLE
dkfz Deutsches Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft

Praktischer Codex der Tabakkontrolle
für Organisationen der Gesundheitsberufe

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Präambel: Um aktiv zur Verminderung des Tabakkonsums beizutragen und um die Tabakkontrolle regional, national und global auf die Tagesordnung der öffentlichen Gesundheit zu setzen stimmen die Organisationen der Gesundheitsberufe überein, dass sie:

  1. Ihre Mitglieder ermutigen und unterstützen in ihrer Vorbildfunktion, indem sie Tabakwaren nicht verwenden und sich für eine rauchfreie Lebensweise einsetzen.
  2. Den Tabakkonsum ihrer Mitglieder und die Haltung ihrer Mitglieder zur Tabakkontrolle durch Befragungen erheben und angemessene Maßnahmen einführen werden.
  3. Dafür Sorge tragen, dass ihre eigenen Büros und Veranstaltungen rauchfrei sind und ihre Mitglieder dazu veranlassen, das gleiche zu tun.
  4. Das Thema Tabakkontrolle in die Programme aller wichtigen gesundheitsbezogenen Kongresse und Konferenzen aufzunehmen.
  5. Ihren Mitgliedern empfehlen, dass sie ihre Patienten und Klienten regelmäßig nach ihrem Tabakkonsum und ihrer Passivrauchexposition fragen – unter Verwendung evidenzbasierter Maßnahmen und bester Erfahrungswerte – ihnen Beratung zum Rauchstopp anbieten und eine angemessene Weiterbetreuung ihres Entwöhnungsziels sicherstellen.
  6. Gesundheitseinrichtungen und Ausbildungszentren dahingehend beeinflussen, dass sie diese Themen der Tabakkontrolle in die Fortbildung und in Ausbildungsprogramme für Gesundheitsberufe miteinbeziehen.
  7. Sich aktiv am Welt-Nichtrauchertag (immer am 31 Mai eines Jahres) beteiligen.
  8. Jegliche Art von Unterstützung durch die Tabakindustrie ablehnen – finanzielle oder auch sonstige Investitionen der Tabakindustrie ablehnen und ihre Mitglieder dazu ermutigen, gleiches zu tun.
  9. Sicherstellen, dass ihre Organisation den ausdrücklichen Grundsatz einhält, keine geschäftlichen oder andere Beziehungen zu Partnern zu unterhalten, die mit der Tabakindustrie zusammenarbeiten oder Interessen gegenüber der Tabakindustrie haben, und zwar durch eine Absichtserklärung.
  10. Den Verkauf und die Werbung für Tabakprodukte auf ihrem Gelände verbieten und ihre Mitglieder ermutigen, gleiches zu tun.
  11. Die Regierungen aktiv bei der Unterzeichnung, Ratifizierung und Implementierung des WHO Rahmenabkommens zur Tabakkontrolle unterstützen.
  12. Finanzielle und andere Mittel für die Tabakkontrolle zur Verfügung zu stellen – mit eingeschlossen verfügbare Mittel für die Implementierung dieses „Praktischen Codex“.
  13. An Aktivitäten für die Tabakkontrolle von Netzwerken der Gesundheitsberufe teilnehmen.
  14. Kampagnen unterstützen für rauchfreie öffentliche Einrichtungen.

Angenommen und unterzeichnet durch die Teilnehmer des informellen WHO-Meetings über Gesundheitsberufe und Tabakkontrolle.
Genf, 28-30 Januar 2004