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Welt-Nichtrauchertag

69/2006 (B)

Welt-Nichtrauchertag 2006: Wer raucht, verliert!

Deutsche Krebshilfe fordert rauchfreie Fußball-Weltmeisterschaft

Berlin (ek) – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den 31. Mai zum jährlichen Welt-Nichtrauchertag ausgerufen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Tabak: Tödlich in jeder Form“. Damit weist die WHO darauf hin, dass nicht nur das Rauchen von Zigaretten, sondern auch die Nutzung von Wasserpfeifen sowie der Konsum von Trendprodukten wie Bidis oder Nelkenzigaretten ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen. Die Deutsche Krebshilfe nutzt gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Nichtrauchen den Welt-Nichtrauchertag, um zu einer rauchfreien Fußball-Weltmeisterschaft aufzurufen. „’Zu Gast bei Freunden’ muss auch bedeuten, dass sich unsere Gäste auf den Gesundheitsschutz verlassen können“, schreibt die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Professor Dr. Dagmar Schipanski, in einem offenen Brief an Franz Beckenbauer in seiner Eigenschaft als Präsident des Organisationskomitees der Fußball-WM 2006.

Bei der Pressekonferenz anlässlich des Welt-Nichtrauchertages 2006 verlas die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe heute, am 29. Mai 2006, offene Briefe an Franz Beckenbauer und FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter. Darin appelliert die Deutsche Krebshilfe an die Verantwortlichen der Fußball-WM, den Nichtraucherschutz in den deutschen Fußballstadien umzusetzen. Denn: Rauchen und Sport passen nicht zusammen. „Das Rauchen ist der größte vermeidbare Gesundheitsrisikofaktor und tötet jährlich fünf Millionen Menschen weltweit“, so Schipanski.

Für das Aktionsbündnis Nichtrauchen wies Dr. Uwe Prümel-Philippsen, Geschäftsführer der Bundesvereinigung für Gesundheit, auf die große Bedeutung des Schutzes vor dem Passivrauchen hin: „Experten schätzen, dass jährlich 3.300 Menschen in Deutschland an den Folgen des Passivrauchens sterben.“

Das Aktionsbündnis Nichtrauchen unterstützt auch die Kampagne der internationalen Krebs-Vereinigung UICC, die sich mit einem „Countdown“ für die rauchfreie Fußball-WM in Deutschland einsetzt. „Die WM 2002 in Japan und Südkorea war bereits rauchfrei, und die WM 2010 in Südafrika wird es auch sein. Es ist völlig unverständlich, warum wir das in Deutschland nicht hinbekommen“, so Schipanski.

Aus Anlass des Welt-Nichtrauchertages am 31. Mai 2006 werden bundesweit zahlreiche Aufklärungsveranstaltungen stattfinden. Die Deutsche Krebshilfe hat ein Aktionsposter veröffentlicht, dessen Motiv von der 9. Klasse des Sonderpädagogischen Förderzentrums in Maxhütte-Haidhof entworfen wurde. Der Slogan lautet „Wer raucht, verliert!“. Das kostenlose Poster sowie weitere Informationen zum Thema Nichtrauchen und Welt-Nichtrauchertag gibt es bei der Deutschen Krebshilfe unter der Telefonnummer 02 28/ 72 99 00 und im Internet unter  www.krebshilfe.de.

Jährlich sterben in Deutschland 140.000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Rauchens. Damit führt das Rauchen zu mehr Todesfällen als Aids, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Selbstmorde zusammen. Das Einstiegsalter in die Nikotinsucht liegt bei 11,6 Jahren.

Das Aktionsbündnis Nichtrauchen

Das Aktionsbündnis Nichtrauchen ist ein Zusammenschluss namhafter Organisationen des Gesundheitswesens in Deutschland. Es wurde mit dem Ziel gegründet, Maßnahmen zur Eindämmung der Gesundheitsgefahr „Rauchen“ auf politischer Ebene anzuregen, zu fördern und zu begleiten. Folgende Organisationen bilden das Steuerungsgremium des Aktionsbündnisses: Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit, Bundesärztekammer, Bundesvereinigung für Gesundheit, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Deutsches Krebsforschungszentrum, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe und Deutsche Lungenstiftung. 

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Bonn, 29. Mai 2006
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